Sarah Prineas. Winterkind

Um ehrlich zu sein habe ich mir Winterkind wegen diesem wunderschönen Cover gekauft. Das Mädchen erinnert mich ein bisschen an Rotkäppchen und hat mich auf ein Märchen hoffen lassen. Die Eisblumen,  die leicht angeraut sind, was den Effekt verstärkt, passen so gut in die kalte Jahreszeit. Tatsächlich ist die Story eine Mischung aus Fantasy und Märchen. 
Fer lebt schon ihr ganzes Leben bei ihrer Oma Jane, welche sie in der Heilkunde mit Kräutern unterweist. Ihre Eltern hat sie nie kennen gelernt und von ihrer Großmutter erfährt sie nichts über deren Tod, bis sie eines Tages versehentlich den Pfad in eine magische Welt öffnet und auf den verletzten Puck Rook trifft, den sie mit nach Hause nimmt. Von ihrer Oma erfährt sie daraufhin, dass ihr Vater ein Mensch war und ihre Mutter ein Wesen aus der zauberhaften Welt, welche von der Mór regiert wird. Um mehr über ihre Eltern und sich selbst zu erfahren beschließt Fer den Pfad zu durchschreiten und lernt eine mystische Welt im ewigen Winter kennen. Nach und nach erfährt sie mehr über das Schicksal ihrer Eltern und das in dieser fremden Welt nicht alles so friedlich ist wie es scheint. 
Fer war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist klug, hilfsbereit, mutig und scheut sich nicht Dinge zu hinterfragen. Mit Rook hat sie einen listigen Gefährten an ihrer Seite.
 Die ganze Story ist mit viel Poesie geschrieben,  wodurch an einigen Stellen die Spannung leider etwas ab fällt. Auf der anderen Seite entsteht durch den Schreibstil eine fantasievolle Welt mit magischen Wesen vor dem inneren Auge, die einen verzaubert und zum Träumen anregt. Das Buch eignet sich auch perfekt zum Vorlesen. Die Schrift ist groß und der Roman lässt sich sehr flüssig lesen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings. Dieser hat nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Ich suche in Büchern eigentlich keine Fehler, sondern überlese sie in der Regel, denn ich mache selbst genug. Allerdings strotzt dieses Buch nur so von Rechtschreib-, Übersetzungs- und Satzzeichenfehler. So wird aus einer blutigen Hand zwei Sätze später blutiges Haar und in jeder Szene in der gesprochen wird gibt es Satzzeichenfehler die manchmal sehr verwirrend sind. Sollte dieses Buch also zum Lesen üben gedacht sein, dann sollte man besser die Finger davon lassen und auf eine überarbeitete Version warten,  die es sicherlich geben wird, denn von der Geschichte selbst werden sich viele fesseln lassen. 
Wem Narnia gefallen hat, wer in der Tintenwelt versunken ist und auf wem Märchen eine magische Anziehungskraft ausüben, dem wird Winterkind definitiv gefallen und in seinen Bann ziehen, so wie mich. Also folge dem Zauber in ein Land voller Wunder und lerne die Blätterfrau, die Pucks, die goldhaarigen Grim und noch viele weitere magische Wesen kennen. 4 von 5 Sternen

Klapptext:



Wild und neugierig ist Jennifer, genannt Fer – und anders als alle Kinder ihres Alters. Immer will sie hinaus in die Wälder. Denn die Bäume scheinen sie zu rufen, als wollten sie Fer von ihren Geheimnissen erzählen. Eines Nachts trifft sie dort Rook, einen geheimnisvollen Jungen. Er scheint zu wissen, wer Jennifer wirklich ist und wo sie herkommt. Er nimmt sie mit auf den Pfad, der in ein magisches Reich führt. Doch in diesem Reich herrscht die grausame Fürstin Mór, und Fer muss erkennen, dass sie niemandem trauen kann – noch nicht einmal Rook. Wird es ihr gelingen, Mór zu besiegen und das Land vom ewigen Winter zu erlösen?



Broschiert 12,99 Euro. 256 Seiten. cbj Verlag.  Ab 10 Jahre empfohlen. Erscheinungstermin November 2014

ISBN-10: 3570224856
ISBN-13: 978-3570224854

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