All die verdammt perfekten Tage, Jennifer Niven



"Ihr Gesicht fällt in sich zusammen, und einen schrecklichen Moment lang habe ich Angst, dass sie anfängt zu weinen. Aber dann küsst sie mich auf die Wange und sagt: "Danke."
Zitat Seite 116




Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. 
Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. 
Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Wie hat es mir gefallen?

Mittlerweile lese ich Teenagerliebesgeschichten sehr gern, das war vor einem Jahr noch ein Genre um das ich einen großen Bogen gemacht habe. Auf "All die verdammt perfekten Tage" bin ich durch den Klapptext aufmerksam geworden. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Violet und Finch erzählt in der ICH-Perspektive, die Abschnitte sind mit Namen gekennzeichnet.
Ich sage es gleich vorweg ich habe das Buch bei Seite 220 abgebrochen. Bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Ich habe versucht einen Bezug zu einem der Charaktere zu finden, aber weder Violet noch Finch konnten mich für sich einnehmen.
Finch war in meinen Augen einfach nur seltsam. Es wurde versucht ihn als Rebell und als unangepasst darzustellen. Erfolglos! Ich fand ihn einfach nur kurios und komisch. Ich konnte auch sein "Problem" mit dem Leben nicht wirklich nachvollziehen und habe ihn schlichtweg nicht verstanden. Warum hat er diese Todessehnsucht? Warum denkt er so viel über Selbstmord nach?
Violet war eher unnahbar und für meinen Geschmack auch zu hochnäsig. Ich mochte sie irgendwie nicht. Auch ihre tragische Geschichte machte sie nicht wirklich sympathischer.
Gestört haben mich auch die Dialoge. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Hauptcharakter hyperintelligent sind und eher mit sich selbst reden, wohingegen die Nebencharakter eher etwas einfach gestrickt zu sein schienen. Mir fehlte der Tiefgang in der Geschichte und die Dramatik. Zumindest bis zur Seite 220 passiert nicht wirklich viel, auch die Beziehung zwischen den Charakteren baut sich nicht richtig auf und lässt den überspringenden Funken vermissen.

Mein Fazit

"All die verdammt perfekten Tage" ist eine Teenagerliebesgeschichte die mich weder von der Handlung her noch mit den Charakteren überzeugen konnte. Auch der voraussichtliche dramatische Schluss konnte mich nicht überzeugen das Buch zu Ende zu lesen.




  • Broschiert 14,99 Euro
  • eBook 11,99 Euro
  • 400 Seiten Printausgabe
  • Herausgeber: Random House/Limes *Klick*
  • Erscheinungsdatum: 28. Dezember 2015

  • ISBN-10: 3809026573




Kommentare:

Sandra hat gesagt…

Hallo Doreen

Bei stöbern in diversen Buchblogs hab ich grad zu dir gefunden und mich ein wenig umgesehen. "All die verdammt perfekten Tage" wird ja schon seit einiger Zeit ziemlich gehyped. Spannend find ich, wie unterschiedlich die Meinungen doch sind. Gestern habe ich zwei Rezensionen gelesen, die das Buch wirklich in den Himmel gelobt haben und ganz hin und weg waren. Deine Rezi liest sich jetzt total anders im Vergleich dazu. Ich denke, dass ich mir das Buch dann doch bald selbst durchlesen sollte. Ich bin jedenfalls neugierig darauf und gespannt in welche Richtung meine Meinung dann geht. Ich bleib gleich mal als Leserin hier und bin gespannt auf deinen nächsten Beitrag. Würde mich natürlich auch sehr über deinen Besuch freuen.

liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende

Sandra von http://www.sandraskreativelesezeit.blogspot.com

Doreen Frick hat gesagt…

Hallo Sandra.
Ich glaube mein Problem mit gehypten Büchern ist, dass sie oft in den Himmel gelobt werden und man eher mal über "Schwächen" hinweg sieht. Oder viele zweifeln erst einmal an sich selbst wenn ihnen ein Buch entgegen der anderen Meinungen nicht gefällt. Ich bin gespannt auf deine Meinung.
Liebe Grüße