Das Reich der Tränen, Janine Wilk






"Und vergiss nie: Du sollst nicht nur lachen, wenn du Glück verspürst- das Glück kommt zu dir, weil du lachst."
Zitat Seite 83 





Immer wenn Mia Tränen in die Augen steigen, verlässt sie die Realität und findet sich im Reich der Tränen wieder - einer Welt mit blühenden Landschaften und Mias treuesten Freunden. Doch die Herrscherin dieses Reichs, Königin Zenoide, trachtet ihr nach dem Leben. 
Während Mia versucht, ihren Freund Goldiur aus dem Kerker der Königin zu befreien, findet sie heraus, dass das Reich der Tränen sehr eng mit ihrem wahren Leben verwoben ist – und sie sich in der Realität längst in den Fängen der bösen Königin befindet.


Wie war es?

Ich habe Tränen der Freude, Tränen der Angst, Tränen des Mitleids und Tränen der Verzweiflung beim Lesen vergossen. Dieses Buch ist einfach unfassbar traurig.
Doch von Vorn. Die Geschichte besteht eigentlich aus 2 Handlungen. Man begleitet einmal Mia in der realen Welt und Mia in der Fantasywelt. Gekennzeichnet ist dies dadurch, dass die reale Welt in schwarzer Schrift gedruckt ist und immer am Kapitelanfang steht und das Reich der Tränen etwas blasser abgedruckt ist und immer am Kapitelende steht. 
Der Wechsel zwischen beiden Handlungsträngen ist fließend und problemlos. 
Ich war sogar froh nach Mias grausamer Realität mich in der Fantasywelt wieder zu finden und dort spannende Abenteuer mit ihr zu erleben. Mir kam es tatsächlich wie eine Flucht vor und ich war dankbar für diesen wundervollen Rückzugsort bevor ich mit Mia wieder in ihr schreckliches Elternhaus zurück musste. Was Mia dort erlebt baut sich anfangs langsam auf und scheint erst gar nicht so schlimm, erst mit Fortschreiten der Geschichte wird einem klar was diesem mutigen und liebenswerten Kind wirklich angetan wird. Mia war ein Charakter der sich vor allem durch Ehrlichkeit auszeichnet und eben diese Eigenschaft wird ihr oft zum Verhängnis. Im Reich der Tränen beginnt sie sich mit ihrer Situation auseinander zu setzen und versucht auch dort einen scheinbar übermächtigen Gegner zu besiegen.
Besonders hervorheben muss ich an dieser Stelle auch die liebevolle Aufmachung der Buches. Die einzelnen Kapitel werden durch kleine Illustrationen und mit passenden Zitaten aus literarischen Klassikern wie "Der kleine Prinz", "Momo" und "Die unendliche Geschichte" eingeleitet und geben der ohnehin schon besonderen Geschichte noch den letzten Pfiff.

Mein Fazit

"Das Reich der Tränen" ist ein unfassbar trauriges Buch und doch schenkt es auch Hoffnung und soll Mut machen. Mir wird diese Geschichte noch lange in Erinnerung bleiben und Mia werde ich immer in meinem Herzen tragen. Leider ist ihr Schicksal keine Fiktion sondern in vielen Haushalten grausame Realität. Die Aussage des Buches ist etwas das ich jedem an Herz lege: Hört den Kindern zu und schaut nicht weg.







  • Gebundene Ausgabe 12,99 Euro
  • 224 Seiten
  • Herausgeber: Thienemann-esslinger Verlag *Klick*
  • Erscheinungsdatum 14. Februar 2014
  • Ab 11 Jahren empfohlen- Wobei ich nicht sagen kann, dass es sich bei dem Buch um ein Kinderbuch handelt

  • ISBN-10: 3522183894





Kommentare:

Sinah Niepel hat gesagt…

wow das Cover sieht toll aus! Wäre interessant mal zu lesen. Ab 11 Jahren... hmhm wenn du schon weinst wie geht es dann einer 11 Jährigen. Also nicht böse aufnehmen. Frage mich nur gerade ob dann 11 das richtige Alter ist. Aber dazu müsste ich es vermutlich selber erst mal gesehen haben ... nur vom Inhaltstext her kann man sowas immer schlecht beurteilen. aber erst einmal klingt es sehr interessant!!

Doreen Frick hat gesagt…

Ich finde 11 Jahre auch zu früh. Das ist halt die Altersempfehlung vom Verlag. Wobei es interessant wäre wie Kinder die Geschichte lesen und sehen.Aber nicht unbedingt mit 11 Jahren. Ich denke es ist bei diesem Buch auch wichtig, dass die Eltern mit ihren Kindern über das Buch reden nach dem Lesen.

Nalas Bücherblog hat gesagt…

Hallo Liebes,

das Cover gefällt mir total gut. Ich hätte dahinter keine traurige Geschichte erwartet. Deine Rezension hat mich total neugierig gemacht. Zwischendurch lese ich auch gerne mal traurige Bücher.

Liebe Grüße
Nadine

Sinah hat gesagt…

Ja das ist ganz wichtig! Leider machen das nicht immer alle Eltern :( Gerade bei ernsteren Themen oder einfach emotionalen Themen! Da wissen die Eltern leider dann auch nicht, wie sie mit dem Kind darüber sprechen sollen. Ja, ich werde es mal im Hinterkopf behalten. Irgendwann werde ich ja mit meiner Erzieherinnen Ausbildung fertig sein :D dann kann ich ja vll mal das Buch verwenden.

Kleine8310 hat gesagt…

Hey du,
das Buch klingt echt interessant. Danke für die tolle Rezi!
Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten