All die schönen Dinge, ruth Olshan



"Wenn ich auf dem Friedhof einen Spruch finde, der mir gefällt, dann gönne ich mir ein Pistazieneis. Wenn ich keinen finde, auch. Aber mit Spruch schmeckt es besser. Das ist ein Ritual für mich geworden."
Zitat "All die schönen Dinge" Seite 7








Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. 
Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiss, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Das hat es sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. 
Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.








Wie hat es mir gefallen?

Zunächst möchte ich mich hiermit ganz herzlich beim Oetinger Verlag *Klick* für das Rezensionsexemplar von "All die schönen Dinge" von Ruth Olshan bedanken.
Das Buch befasst sich auf seine ganz eigene Art mit einem ernsten Thema. Tatsächlich ist ein Aneurysma im Kopf eine tickende Zeitbombe die jederzeit hoch gehen könnte. Ich kann mir im Traum nicht vorstellen wie es ist damit zu leben und es auch noch zu wissen.
Tammie begegnet dem lauernden Tod auf ihr eigene Art und Weiße. Diese wirkt im ersten Moment vielleicht etwas skurril, wird aber mit fortlaufen der Geschichte verständlich.
Ich mochte sie als Hauptcharakter sehr gern und hab mich sofort ihr nahe gefühlt. Das mag auch daran liegen,dass die Geschichte komplett aus ihrer Sicht in der ICH-Perspektive erzählt wird. Tammie ist mutig, humorvoll und hat ein großes Herz. Da sie mit Fynn ihre erste Liebe erlebt wirkt sie stellenweiße etwas naiv, was sie dafür aber um so sympathischer und authentischer macht.
Fynn hat sofort mein Herz erobert. Man spürt beim Lesen die Verbindung zwischen den Beiden und die Funken sprühen. Es prickelt und es knistert ohne dabei kitschig zu wirken.
Der Schreibstil ist sehr poetisch, leicht und lässt sich flüssig lesen, dabei passt er sich perfekt dem Erzählstil von Tammie an.
Ich hatte erwartet, dass das Buch stellenweiße sicherlich traurig wird. Oh mein Gott und das wurde es auch, aber anders als gedacht, dafür aber nicht weniger schlimm. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Mein Fazit

"All die schönen Dinge" ist ein humorvolles und trauriges Jugendbuch, welches sich nicht scheut Fragen zu stellen wie: Kann ein Aneurysma platzen wenn man niest oder einen Orgasmus hat? Dabei lernt der Leser eine ganz besondere Liebesgeschichte kennen die einfach bezaubernd ist.







Oetinger Verlag *Klick*

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Kommentare:

Anna von AnnasBuecherstapel.de hat gesagt…

Hallo,

das klingt ja echt schön. Gut, dass das Buch schon auf meiner Wunschliste steht - nun rutscht es direkt etwas höher in der Priorität. :)

Liebe Grüße,
Anna

Selection Books hat gesagt…

Liebe Doreen,

das hört sich an, als wenn ein trauriges Thema mit Humor umgesetzt wird. Ich finde es toll, dass es auch Jugendbücher zu so schwierigen Themen gibt. Ich selber lese diese Bücher aber eher selten. Da ich nah am Wasser gebaut bin, nehmen mich solche Bücher immer sehr mit.

Liebe Grüße
Nadine

Sky Schattenfeder hat gesagt…

Huhu,
Ich hinterlasse dir den Link einfach mal hier: http://schattenfederlein.blogspot.de/2016/03/sisterhood-of-world-bloggers-award.html
Ich habe deinen Blog für den Sisterhood of the World Award nominiert. Auf meiner Seite kannst du alles nachlesen.

Schöne Grüße,
Steffi alias Sky Schattenfeder vom Schattenfeder(lein)-Blog

Doreen Frick hat gesagt…

Hallo Steffi
danke fürs tagen.Ich setz mich nach meinem Urlaub mal dran.
Liebe Grüße Doreen