Flammenflug, Melissa Caruso


"Grazie der Barmherzigkeit, behüte uns alle. Dieses Feuer würde alles verbrennen-Wasser, Metall, Steine. Es könnte die ganze Stadt in Brand stecken wie ein trockenes Maislager."
Auszug aus "Flammenflug" von Melissa Caruso



Magie ist eine gefährliche Waffe und muss gebändigt werden! Deswegen wird im Stadtstaat Raverra jeder Magier an einen sogenannten Falkner gebunden, der die Kraft kontrolliert. Die Feuermagierin Zaira konnte diesem Schicksal bislang entgehen. 
Als sie jedoch in Gefahr gerät, entfesselt sie einen magischen Feuersturm. 
Nur durch das Eingreifen der Grafentochter Amalia kann Schlimmeres verhindert werden. 
Doch nun sind die jungen Frauen magisch verbunden. 
Ein Bund, der nicht rückgängig gemacht werden kann und von beiden große Opfer fordert ...


Wie hat es mir gefallen?

"Flammenflug" klang nach einer magischen Fantasygeschichte. Das Setting erinnert mit seinen Bauten und Kanälen an Venezia und mit einigen Begriffen und Namen bedient sich Autorin auch der italienischen Sprache, für meinen Geschmack sogar etwas zu sehr. Denn zu der Fülle an Namen die gleich zu Anfang auf mich einprasseln, gesellen sich eben jene italienischen Begriffe und später auch Begriffe welche die Falknerei betreffen. 
Gut das mit der Falknerei kann ich noch nachvollziehen, denn tatsächlich muss man sich den Bund zwischen den Magischen und ihren "Besitzern" wie bei der Falknerei vorstellen. Das war für mich anfangs etwas befremdlich und auch wenn versucht wurde diesen Bund zu beschönigen, konnte ich das Ganze nicht ganz so nachvollziehen. 
Die Idee dahinter fand ich allerdings sehr interessant und mir hätte das Buch sicherlich besser gefallen, wenn der Fokus nicht mehr auf den Intrigen, der Politik und Machenschaften der Adligen Raverras liegen würde. Mir war das irgendwann zu viel und es trat das ein, was eigentlich bei einer guten Story nicht passieren sollte, ich begann mich zu langweilen. Der Geschichte ging jegliche Dynamik verloren und es fiel mir immer schwerer der Handlung zu folgen.
Leider ist es mir auch nie gelungen zu den Charakteren eine Draht aufzubauen. Ich fand sie gestelzt und künstlich. Ich hatte das Gefühl, dass vor allem der Hauptprotagonistin jegliches Leben fehlte. Einzig Zaira hatte noch wortwörtlich etwas Feuer in sich und konnte ein paar wenige Pluspunkte sammeln. Den Schreibstil würde ich als poetisch, blumig und ausschweifend beschreiben. Auch das hat es mir erschwert flüssig durch die Geschichte zu gleiten. Letztendlich habe ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen.

Mein Fazit

Leider konnte mich der erste Teil der "Flammenflug" Reihe überhaupt nicht von sich überzeugen. Flache Charaktere, eine eintönige Handlung und ein eher gewöhnungsbedürftiger Schreibstil haben mich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abbrechen lassen.

© Buchcover, Zitate, Inhaltsangabe: Bastei Luebbe
 
© Foto: Doreen Frick



 
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, enthält aber meine eigene und freie Meinung.
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