Blogtour zu "Herbstmondin" von Isabella Rameder




Herzlich Willkommen zu unserer Blogtour 
zu "Herbstmondin" von Isabella Rameder


Nachdem euch Julia gestern die Protagonisten vorgestellt hat erzähle ich euch heute etwas zum Thema
"Schamanismus"

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, spielt der Mondschamane Josef Adler in der Geschichte eine wichtige Rolle.

"Was ist das für einer?"
Helga schnalzte mit der Zunge. "Ein ganz ein Netter", sagte sie. "Er ist ein indianischer Medizinmann und heilt mit seinen Händen, mit Kräutern und einer Trommel. Zu ihm kommen die Leute von nah und fern, wenn sie ein unlösbares Problem haben. Er konnte bisher jedem helfen. Jedem!"
Zitat "Herbstmondin" Seite 10




Doch was ist Schamanismus eigentlich?



Schamanismus ist im engen Sinne die traditionelle ethnische Religion des Kulturareales Sibirien. Allerdings bezeichnet Schamanismus mittlerweile allumfassend die älteste und weltweit verbreitetste Methode Heilung, Segen und Unterstützung zu erfahren. Auch die „Geisterbeschwörer“ Afrikas die im Gegensatz zu den „Allround-Spezialisten“ der anderen Kontinente jeweils nur einige wenige Aufgaben abdecken, werden häufig Schamanen genannt.

Chuonnasuan, Schamane der Oroken

Sibirische Schamanen und verschiedene Geisterbeschwörer anderer Kulturen haben angeblich Einfluss auf die unergründlichen Mächte des Jenseits. Sie dienen als Vermittler zur Geisterwelt. In den meisten Weltgegenden setzen sie ihr magischen Fähigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft ein. Sie üben dazu verschiedene mentale Praktiken und Rituale (zum Teil unter Drogengebrauch) aus, mit denen die normale Sinneswahrnehmung erweitert werden soll. Die Aufgaben des Schamanen variieren je nach Volksgruppe. Fasst man alles Aufgaben zusammen, ohne zu unterscheiden um welche schamanischen Wurzeln es sich dabei handelt, so umfasst das die Behandlung von Krankheiten seelische und körperliche, Zukunftsschau, Vermittlung zu Göttern und Geistern, Seelengeleit Verstorbener, Geburtshilfe, Beratung und Bewahrung der Geschichte und die Durchführung von Ritualen und Zeremonien.





Darstellung der Seelenreise eines sibirischen Schamanen von Emily Fiegenschuh 
"Schamanen sind spirituelle Spezialisten, die bei vollem Bewusstsein eine rituelle Ekstase herbeiführen können und dabei den Eindruck haben, ihre Seele würde den Körper verlassen und ins Jenseits reisen."
Quelle Wikipedia 






Quelle: Tomás Castelazo - Eigenes Werk Doña Ramona-Geisterheilerin aus Mexiko


Es gibt männliche und weibliche Schamanen. Beide werden gleich geschätzt, je nach Volksgruppe dominieren unterschiedliche Geschlechter. Priesterliche Ämter sind in den Hochreligionen eher den Männern zugänglich, Schamaninnen hingegen besetzten eher die unteren sakralen Ränge in der einfachen Bevölkerung und üben dort die traditionellen volksreligiösen Funktionen aus.  Mit ihrem Heilkräuterwissen dienten Frauen vor allem der medizinischen Grundversorgung, behandelten vorwiegend leichtere Erkrankungen und kleine Leiden und dienen als Geburtshelferinnen. Oft wurden sie auch als Hexen bezeichnet. In Asiens und Nordamerikas verloren sie ihre Schamanenfähigkeit während der Schwangerschaft bis zu mehreren Jahren nach einer Geburt. Oft wurden sie erst nach der Menopause Schamanin, während der Menstruation unterlagen sie zahlreichen Reinheitstabus.

Um als Schamane anerkannt zu werden mussten die Anwärter einen oft lebensgefährlichen und langen Prozess durchleben. Dabei stand ihnen ein älterer Schamane zur Seite. Dieser brachte den Anwärtern die Technik der Seelenreise bei, ebenso wurde ihnen das traditionelle Wissen übermittelt. Der Lehrer brachte ihnen die Heilkunst bei, Tänze, Gesänge und Gebete. Am Ende der Ausbildung stand die Schamanenweihe. Gab es Jugendliche die ein auffälliges sozial, psychisch oder gesundheitlich Verhalten zeigten und hatten diese nicht selten einen Schamanen unter den Vorfahren, waren diese meist für die Schamanenlehre vorbestimmt, oft sogar gegen ihren Willen.

Auch heute noch ist der Schamanismus weit verbreitet

Die meisten modernen Schamanen arbeiten heute überwiegend als Heilkundige in Konkurrenz mit Ärzten und selbstberufenen Geistheilern oder als „Seelsorger“. 
Quelle: Weltenbummler84 11:00, 25 May 2008 (UTC) - Eigenes Werk
So besuchen selbst junge Menschen in Bulgarien bei Krankheiten noch eine "Baba", diese sind Kräuterheilkundige und ihnen werden magische Fähigkeiten nachgesagt. 
Auch in Ungarn glauben die Menschen noch an den Schamanismus und suchen Rat und Tat bei den Táltos. Das sind Menschen die ihre Dienste als Chiropraktiker, Heilpraktiker, Totenbeschwörer oder Seher anbieten und überwiegend in Trance arbeiten.
In Südkorea gibt es häufige Schamaninnen (Mudang), diese dienen als Medium welches mit dem allumfassenden Geist Kontakt aufnehmen kann. Koreanische Schamanen werden oft bei finanziellen oder Heiratsfragen zugezogen. 

Auch zum Schintoismus Japans gehören nach wie vor Schamanen. Diese werden kontaktiert, um Menschen von dem Einfluss böser Geister zu befreien.
In Südasien pflegen einige Himalaya Völker weiterhin schamanische Traditionen.
Bei der Urbevölkerung Sri Lankas gibt es Kontaktpersonen zu den Totengeistern, welche durch den Mund der Beschwörer sprechen.


Quelle: Riky Kurniawan from Jakarta, IndonesiaCK - Reog ponorogo
In China leben im Grenzgebiet zu Myanmar die Derung und an der Grenze zu Vietnam die Yao sowie in Laos die Akha die alle drei noch traditionelle Schamanen haben. 
Besonders beliebt bei allen Vietnamesen ist das Lên đồng-Ritual, bei dem die Schamanin die Geister in Trance um Gesundheit und Wohlstand für die Gastgeber des Rituals bittet.




Lassa Hexendoktor aus Nigeria


Im Nordens von Amerika und des angrenzenden Mexikos kommen Medizinleute heute nur noch als Zeremonienleiter bei traditionellen Ritualen vor. Solche Schamanen – die nicht selten auch in der Öffentlichkeit für die Rechte ihrer Völker eintreten – sind in jedem Fall wichtige „Kulturvermittler“ in einer globalisierten Welt. 
In Meso- und vor allem in Südamerika sind schamanische Praktiken bei Heilmagie und Zauberei immer noch weit verbreitet. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den nord- und südamerikanischen Spezialisten besteht im intensiven Gebrauch von psychotropen Drogen in Südamerika.
Afrika gilt als der Kontinent der Medizinleute, Zauberer, Hexen und der Besessenheit. Hier ist der Schamanismus wohl noch am Weitesten verbreitet. Hier gibt es laut Glauben aber nicht nur gute Schamanen.Unglücksfälle und Schicksalsschläge werden oft auf bösartige Hexer und Zauberer zurückgeführt. In Austarlien findet man heut noch die "Clever Man". Die „Clever Men“ werden bei einigen Stämmen mit Hilfe der Pflanzendroge Duboisia hopwoodii sowie mit Tänzen und Musik in Ekstase versetzt und dann initiiert.

Quelle: http://wellcomeimages.org/indexplus/obf_images/0a/0d/36ff2e4d543f99d47e940fa33edd.jpgGallery: http://wellcomeimages.org/indexplus/image/L0003745.html- Australischer Medizinmann

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in den Schamatismus gefallen und ihr konntet noch etwas lernen.

Natürlich gibt es auch wieder etwas zu Gewinnen. Wenn ihr mir folgende Frage beantwortet:

"Wie wäre euer Schamanen-Name?"

Ihr wisst, diesmal gibt es auf jedem Blog etwas zu gewinnen.
Neben Buch und Notizbuch gibt es bei mir das  "Goodie-Bag" in Kuhoptik! 
*ich bin selbst ganz verliebt*


Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit schriftlicher Einverständniserklärung
der Eltern
2. Versand der Gewinne erfolgt ausschließlich nach Deutschland,
Österreich und die Schweiz.
3. Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Gewinne
möglich.
5. Der/Die Gewinner sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs und des Autors einverstanden.



Teilnahmeschluss ist für alle der 2.4.16 um 23:59 Uhr.