Drachenmond-Lieblinge: Interview mit Christine Millman



Jetzt kennt ihr das Buch und habt mit Ellin eine abenteuerliche Flucht erlebt. Dann wird es Zeit, dass die Autorin auch mal zu Wort kommt :-)
Ich durfte Christine Millman ein paar Fragen stellen:


 1. Ich habe mich bei Ellin auch besonders in die verschiedenen Schauplätze verliebt. Gibt es dazu reale Vorlagen? Oder hast du dich vielleicht sogar von ein paar deiner Urlaubsreisen inspirieren lassen?

Es ist eine Mischung aus allem, würde ich sagen. Manchmal finde ich einen Ort oder eine Landschaft so schön oder beeindruckend, dass ich die Bilder und Eindrücke in meine Romane fließen lasse. Manchmal sind es auch fremde Kulturen, die mich inspirieren. 
Bei Ellin war es einmal sogar ein Bildschirmschoner mit einer bizarren Felsformation, die ich unbedingt in einer Szene haben wollte.


2. Mit welchem der Charakter aus Ellin würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen und was wolltest du diesen schon immer mal fragen?

Schwierig. Ich würde mich gerne mit allen meinen Protagonisten unterhalten, aber bei Ellin am liebsten mit Kylian, weil ich dann herausfinden könnte, ob ich ihn in Wirklichkeit genauso faszinierend und aufregend finden würde wie als fiktive Gestalt.


3. Steht bei dir denn schon ein neues Projekt an und wenn ja magst du etwas darüber verraten?

Ich habe gerade zwei Projekte fertig geplottet und die dazugehörige Leseprobe geschrieben. Es handelt sich um einen High Fantasy Roman, der in die Richtung von Ellin und Geisterkind geht und eine Dystopie, an der ich nun schon seit zwei Jahren herumtüftle. Die Story geisterte hartnäckig durch meinen Kopf und ich habe die Geschichte Stück für Stück weitergesponnen, bis ich kürzlich dachte: Jetzt ist Schluss! Ich muss mir endlich die Zeit nehmen und zumindest die ersten dreißig Seiten schreiben, sonst kann ich mich auf nichts mehr anderes konzentrieren. 
Ich hoffe darauf, die Geschichte bald fertigschreiben zu dürfen, denn mein Gefühl sagt mir, dass sie keine Ruhe geben wird, bis ich endlich ein Ende unter den letzten Satz setze.


4. Wie sieht für dich der perfekte Platz zum Schreiben aus und hast du Rituale dabei?

Mein Schreibplatz ist ein bequemer Ohrensessel. Er steht am Fenster mit Blick auf die benachbarten Häuser und den Spessartwald dahinter. Dort sitze ich mit meinem Laptop auf dem Schoß und arbeite. 
Ich beginne gleich nach dem Aufstehen mit einer großen Tasse Kaffee, zu dieser Zeit bin ich am kreativsten.


5. Wer darf eigentlich als erstes deine neuen Manuskripte lesen?

Meine Manuskripte darf zuerst meine Tochter lesen. Sie ist eine strenge Kritikerin und sagt mir ehrlich, wenn ihr was nicht gefällt. Meistens hat sie sogar recht. 
Danach gebe ich den Roman entweder meiner Agentin, einer Freundin oder einer Kollegin, je nachdem, wer gerade Zeit hat und sich bereit erklärt.

Liebe Christine ich möchte mich bei dir ganz herzlich für deine Zeit und deine wundervollen Geschichten bedanken. 
Danke, dass du es immer wieder schaffst mich in wundervolle und fantastische Welten zu entführen.