6 Fragen an...Hannah Siebern




Ich durfte meine 6 Fragen mal wieder einer Selfpublishingautorin stellen und eines ihrer Werke kennen lernen.
Diesmal hat sich die Autorin Hannah Siebern *Klick* mutig meinen Fragen gestellt und ich habe ihr Buch "Barfuß durch Scherben" gelesen.
Doch zunächst stellt sich die Autorin euch kurz vor.

Ihr habt am Ende wieder die Möglichkeit das Buch bei mir zu gewinnen. Beantwortet bis zum 15.01.2016 folgende Frage und die Gewinnerin bekommt von mir das Buch neu geschenkt.
"Auf welchen Luxus könntet ihr bei einem Festivalwochenende nicht verzichten?"



Foto by: Thorsten Epping


Hannah Siebern wurde 1986 in Münster (NRW) geboren und hat an der Uni Dortmund Erziehungswissenschaft studiert. Inzwischen arbeitet sie als pädagogische Fachkraft in einer Pflegefamilie. 

"Ich habe schon als Kind unheimlich gerne Geschichten geschrieben. Vermutlich habe ich das von meinem Vater. Statt uns Bücher vorzulesen, hat er sich damals eigene Gutenachtgeschichten für uns ausgedacht. Ich fand das immer beeindruckend und wollte so etwas auch gerne können. 
Meine ersten Versuche handelten von fiktiven Abenteuern, die ich mit meinen Freundinnen erlebt habe. Erst vor ein paar Jahren habe ich dann gemerkt, dass ich es auch schaffe ein komplettes Buch zu schreiben. Daraus wurden dann zwei, dann drei und schließlich eine ganze Serie. Obwohl ich inzwischen schon einige Bücher veröffentlicht habe, ist es für mich jedes Mal wieder ein Wunder, Feedback zu meinen Büchern zu bekommen. Für mich ist dadurch ein lebenslanger Traum wahr geworden. 
Umso mehr freue ich mich daher über jede einzelne Mail und jede Rezension." 



1. Barfuß durch Scherben spielt viel auf dem Festival Rock am Ring. Bist du ein Festivalfan? Welche hast du schon besucht?

Ich würde nicht sagen, dass ich generell ein Festivalfan bin, aber vor ein paar Jahren hat eine Freundin von mir gemeint, dass man mindestens einmal in seinem Leben auf einem Festival gewesen sein sollte, also bin ich mitgekommen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich war in 2015 zum dritten Mal auf Rock am Ring. Das Gewitter dort und die tollen Konzerte, haben mich dazu motiviert, das Festival als Schauplatz für Luisas Geschichte zu verwenden.

2. In deinem Buch kommen auch so einige Bandnamen vor. Bei welcher Band würdest du zum Fangirl werden und was hörst du so privat an Musik?

Privat höre ich hauptsächlich Radio und da vor allem Pop. Auf Rock am Ring war ich aber total begeistert von den Toten Hosen. Ich würde auch unheimlich gerne mal die Ärzte live sehen. Ich würde behaupten, dass ich keine Lieblingsband habe, aber eine bei einem Konzert finde ich gute Bühnenshows fast genauso wichtig wie die Musik.

3. Hand aufs Herz welche der lustigen Festivalgeschichten sind wirklich passiert?

Die meisten der lustigen Geschichten sind wirklich passiert. Bierpong habe ich auf Rock am Ring zum ersten Mal gespielt und die Sache mit der Supermanunterhose stimmt. Wir haben so viel gelacht an dem Tag.

4. Du schreibst nicht nur über die Liebe sondern es sind auch einige Bücher im Fantasybereich von dir erschienen. Was fasziniert dich so an diesen beiden Genren?

Fantasy ist eigentlich mein Lieblingsgenre und ich konnte mir ursprünglich schwer vorstellen, etwas anderes zu schreiben. Fantasy ist einfach toll, weil es einem ganz andere Möglichkeiten eröffnet. Solange man innerhalb der selbst gesetzten Grenzen bleibt, kann in diesem Genre einfach alles passieren. Wiederauferstehung, neue Planeten, ein zweiter Mond. Nichts ist unmöglich. Das macht unheimlich viel Spaß und bietet viel Platz für Spannung und Abenteuer.
Mit den Liebesromanen habe ich damals nur angefangen, weil ich so gerne die Geschichte von Janna und Josh aufschreiben wollte, die mir schon lange im Kopf herumgeisterte. Ich hätte nie damit gerechnet, dass das Buch ein solcher Erfolg wird, aber dadurch habe ich dann gemerkt, dass mir Liebesromane offenbar auch liegen und schreibe inzwischen mehr in diesem Genre, als im Fantasybereich. Ob das so bleiben wird, weiß ich allerdings noch nicht. Manchmal habe ich schon Sehnsucht nach meinen Vampiren und Werwölfen.

5. Mit welchem deiner Charakter aus Barfuß durch Scherben würdest du ein Festivalwochende verbringen und warum ausgerechnet dieser?

Eindeutig mit Harry, weil er einfach so lustig und authentisch ist. Und das Wichtigste auf so einem Fastivalwochenende ist doch, dass man jede Menge Spaß hat.

6. Steht bei dir schon ein neues Projekt an?

Ja. Ich habe vor im Januar mit einem neuen Barfußband zu beginnen. Wer da die Hauptrolle spielt, wird aber noch nicht so genau verraten.




Luisa hat ihre Zukunft perfekt geplant, doch dann liegt plötzlich alles in Scherben. Ihre Mutter wird krank, sie streitet sich mit ihrem Freund und wacht schließlich nach einer wilden Nacht neben einem Typen auf, von dem sie nicht mehr weiß, als dass er sich einen Vornamen mit Kurt Cobain teilt. 
Wie ein Dieb schleicht sie sich aus seinem Bett, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass er sie im Internet als seine neueste Eroberung darstellt. 


Meine Meinung 


Ohne kitschig zu wirken erzählt die Autorin in "Barfuß durch Scherben" über die Wirren der Liebe und das Drama des Erwachsen werden. 
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und wird aus Sicht von Luisa in der ICH-Perspektive erzählt, unterbrochen durch kurze Absätze von Kurt in der 3. Person. Luisa war ein rebellischer und sensibler Charakter. Aufgrund der plötzlichen schweren Krankheit ihrer Mutter kommt es bei ihr zu einer Kurzschlussreaktion die ich durchaus auch nachempfinden konnte, erschwerend kommt noch das Verhalten ihre Schwester Janna hinzu. Luisas Reaktionen konnte ich immer gut nachvollziehen, hätte ich manchmal in diesem Alter auch nicht anders gehandelt. 
Kurt haftet hingegen etwas Geheimnisvolles an, so dass ich lange nicht wusste woran ich bei ihm bin. Schmachte ich ihn jetzt an oder bin ich besser vorsichtig? Ihr seht nicht nur Luisa hatte ihre Probleme mit ihm. Dies war von der Autorin aber auch so beabsichtigt und am Ende gibt es eine Wendung mit der ich so gar nicht gerechnet hätte.
Das Buch brachte mich zum Schmunzeln und zum Weinen, denn die Passagen mit der Mutter waren sehr dramatisch und gingen unter die Haut. Wohingegen die Szenen auf dem Festivalgelände meine Zeit bei Rock am Ring nochmal haben aufleben lassen. Die ein oder andere Episode kam mir dabei auch bekannt vor.
Der Schreibstil von Hannah Siebern war sehr bildlich und leicht und hat mir gut gefallen. "Barfuß durch Scherben" war auf jeden Fall nicht mein letztes Buch der Autorin.

Mein Fazit

"Barfuß durch Scherben" war eine wunderschöne und leichte Teenagerliebesgeschichte die mit sehr authentischen und sympathischen Charakteren aufwartet und Lust auf mehr macht.