Obernewtyn, Isobelle Carmody




"So ein Ort wie dieser reicht aus, um selbst die Soldatenwache die alten Schrecken spüren zu lassen. Hast du gemerkt, wie still es hier ist, als würde alles aufgesaugt, was wir sagen?"
Auszug aus "Obernewtyn"








Die Überlebenden der Nuklearkatastrophe treiben die entstandenen Mutanten (sogenannte Abweichler) zusammen und verbrennen sie oder schicken sie in die Stadt »Obernewtyn«. 

Dort werden unmenschliche Versuche an den Mutierten vollzogen. Auch Elspeth Gordie gehört zu diesen Abweichlern, obwohl sie ihre psychischen Fähigkeiten zu verbergen versucht. Daher wird sie in die Versuchsstadt geschickt, wo sie nicht nur mit schmerzhaften Experimenten konfrontiert wird, sondern wo sie auch auf Menschen trifft, die sich die Fähigkeiten der Abweichler zunutze machen wollen, um hinter die zerstörerischen Geheimnisse des nuklearen Krieges zu kommen.


Wie hat es mir gefallen?

"Obernewtyn" ist der Auftakt zu einer dystopischen Reihe aus dem Jahre 1987. Der 7. und letzte Teil ist letztes Jahr im Englischen erschienen. Beim Papierverzierer Verlag wurde bisher nur der erste Band ins Deutsche übersetzt.
Das Buch wird in der ICH-Perspektive aus der Sicht von Elspeth erzählt. Ich habe lange gebraucht um mit ihr warm zu werden. Sie wirkt anfangs etwas naiv und eigenwillig, taut später aber immer mehr auf und wurde zunehmend sympathischer. Ihren Gedankengängen konnte ich zum Teil leider nicht ganz folgen und sie hat mich stellenweiße auch etwas verwirrt.  Der Einstieg war sehr zäh und ich habe lange gebraucht um in die Story einzusteigen.
In einer kurzen Einleitung wurde der Weltenentwurf kurz umschrieben und die Welt nach der nuklearen Katastrophe beschrieben. Trotzdem war mir das zu wenig und ich hatte noch viele offene Fragen, zumal es auch jede Menge unbekannte Begriffe gab, die mir ein Fragezeichen in den Kopf gesetzt haben.
Die Story selbst ist spannend, braucht aber lange um sich aufzubauen und zu entwickeln. Die meisten Probleme hat mir der Schreibstil gemacht. Die verschachtelten Sätze haben leider nicht für ein flüssiges Lesevergnügen gesorgt und mich zu oft stocken lassen. Schade, denn in der Geschichte steckt durchaus viel Potential und die Idee hinter der Dystopie hat mir gut gefallen.

Mein Fazit

"Obernewtyn" ist von der Story her ein durchaus gelungener Auftakt, der spannend und fesselnd ist. Allerdings ist es schwierig an der Geschichte dran zu bleiben da der verschachtelte Schreibstil mir das Lesen erheblich erschwert hat und sich in das Buch einige Logikfehler eingeschlichen haben. Auch habe ich lange gebraucht um mit der Hauptprotagonistin warm zu werden.




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