Children of Blood and Bone-Goldener Zorn, Tomi Adeyemi



"Ich beiße die Zähne aufeinander und versuche, den Soldaten zu vergessen. Ich will ausblenden, wie er das Wort Maden ausgesprochen hat. Es interessiert ihn nicht, dass wir nie Maji sein werden, auch wenn es einst unsere Bestimmung war."
Auszug aus "Children of Blood and Bone-Goldener Zorn" von Tomi Adeyemi



Sie töteten meine Mutter.
Sie raubten uns die Magie.
Sie zwangen uns in den Staub.
Jetzt erheben wir uns.
Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.
Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …


Wie hat es mir gefallen?

Der Auftakt zu der "Children of Blood and Bone" Trilogie war eines der Must Read Neuerscheinungen in diesem Jahr. Im Vorfeld hat das Buch schon hohe Wellen geschlagen und wohl auch die Filmrechte sind schon verkauft. Nun ist es ja so, dass gehypte Bücher in letzter Zeit leider so überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen haben, oft waren da meine Erwartungen einfach zu hoch. 
An "Children of Blood and Bone" bin ich diesmal völlig wertungfrei und offen heran gegangen, ohne mir im Vorfeld zu große Gedanken über Story und Charaktere zu machen. 
Der Einstieg war sehr leicht, sofort war ich in dieser fantastischen und faszinierenden Welt gefangen. Vieles erinnert landschaftlich an das uns bekannte Afrika, was auf die nigerianischen Wurzeln der Autorin schließen lässt. Die Legenden und Sagen sind von der westafrikanischen Kultur inspiriert. Das Setting lädt zum Entdecken und Verweilen ein und es war spannend die Welt gemeinsam mit den Protagonisten zu erkunden, auf einzigartige Tiere zu treffen und verschiedene Orte kennenzulernen.
Die Story wird aus der Sicht von drei verschiedenen Charakteren erzählt. Zélie, der Hauptprotagonistin, Amari der Kronprinzessin und dem Kronprinzen Inan. Lange waren mir diese drei Charaktere ans Herz gewachsen und ich habe regelrecht mit ihnen mitgefiebert, jedoch hat es einer der Protagonisten geschafft, dass ich irgendwann nur noch den Kopf schütteln konnte. Aber das war sicherlich so gewollt und ich bin gespannt ob und wie dieser Charakter im nächsten Teil meine Sympathiepunkte wieder bekommt.
Besonders begeistert und verzaubert haben mich die magischen Elemente. Hier hat sich die Autorin ein paar tolle Sachen einfallen lassen, die der stellenweiße sehr düsteren Geschichte Farbe verleihen. Auch fand ich die unerwarteten Wendungen sehr gut gelungen. Natürlich musste ein Cliffhanger am Ende folgen und der hat es in sich.

Mein Fazit

"Children of Blood and Bone" hat das Potential mein Jahreshighlight zu werden. Magie die verzaubert, Charaktere die begeistern und ein Setting das zum Erkunden einlädt, machen den Auftakt der Trilogie zu einem echten Lesevergnügen. Ich kann es kaum erwarten, dass die spannende Reise endlich weiter geht. Diese fantastische Geschichte dürft ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.


© Buchcover, Zitate, Inhaltsangabe: Fischer Verlag


© Fotos: Doreen Frick
 
Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, enthält aber meine eigene und freie Meinung.
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